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12 Tipps für heiße Tage

Wie die Wohnung und Dein Haustier cool bleibt, auch ohne Klimaanlage


Inhalt

Wohnung kühl halten ohne Klimaanlage


Die Katzen an heißen Tagen unterstützen


12 Tipps für Katzen im Sommer


Sommertage sind die perfekte Gelegenheit, um in luftige Kleidung zu schlüpfen und vielleicht bei einem kühlen Getränk im Park oder Café zu entspannen. Die Klimaanlagen im Büro laufen auf Hochbetrieb und die Schattenplätze am See sind schnell überfüllt. Doch in den Wohnungen wird es immer heißer und wenn man jetzt nicht gerade ein gutes Klimasystem zur Verfügung hat, auch schnell mal richtig ungemütlich.

Während wir oft die Möglichkeit haben, unsere Hunde an einigen Sommeraktivitäten draußen teilhaben zu lassen, sind unsere Stubentiger den Bedingungen Indoor ausgesetzt. Umso wichtiger wird es nun entsprechend vorzusorgen, damit sich die Miezen bei jeder Temperatur rundum wohlfühlen.


Der Ursprung unserer Katzen liegt im Bereich zwischen dem afrikanischen und asiatischen Kontinent. Physiologisch betrachtet, hat sich die heutige Hauskatze von ihren wilden Vorfahren nur geringfügig verändert. Aus diesem Grund kommen sie in der Regel auch mit Hitze gut zurecht, indem sie mehr dösen, dadurch weniger Energie verbrauchen und sich viel putzen. Doch wenn wir nicht bei der Abkühlung unterstützen, kann der Stresspegel deines Lieblings beträchtlich ansteigen.

Extreme Hitze im Hochsommer bedeutet, die körpereigenen Vitalfunktionen müssen stärker arbeiten, um die Körpertemperatur konstant zu halten und das wiederum ist etwas, das Katzen nicht gut können. Sie regulieren diese vor allem durch ihre Umgebungstemperatur, indem sie sich kühle Plätzchen im Sommer und warme im Winter zum Verweilen suchen.

Darum haben wir 12 einfache Tricks zusammengestellt, die das Wohlbefinden Deines Lieblings (und Dein Eigenes) unterstützen können - und das ganz ohne Klimageräte:


 

Wohnung kühl halten ohne Klimaanlage


1. Wohnung aufräumen


Nicht nur direkte Sonneneinstrahlung, auch die heiße Luft erhitzen alles in einem Raum. Das bedeutet im Laufe des Tages werden die Bauteile, wie Wände und Möbel immer wärmer. Zusätzlich erzeugen Lampen und Elektrogeräte Hitze. Ziel ist also, dass die Luft viel Platz zum Zirkulieren hat, damit die Wärme nach oben aufsteigen kann und die kühlere Luft sich unten gut verteilt. Das klappt, indem möglichst Hitze-Stauräume vermieden werden, mit einer offenen Einrichtung.

Also heißt es aufräumen und wo es möglich ist, Gegenstände verstauen, die unnötig Wärme speichern können.


Ein zusätzlicher Tipp aus den südlichen Ländern: Teppiche und Textilien wegräumen und ebenfalls verstauen, da diese dämmend wirken (also z.B. verhindern, dass die kühlende Luft auf den Boden trifft, aber dafür die Wärme unten hält). Das wird von unseren Stubentigern gern angenommen, da sie sich nun Abhilfe verschaffen können, indem sie sich auf den kühlen Boden legen.


2. Durchlüften


Bei manchen Wohnungen mit direkter Sonneneinstrahlung kann es sinnvoll sein, tagsüber die Fenster geschlossen zu halten. Doch die richtige Belüftung ist besonders im Sommer maßgeblich. Daher am besten, sobald die Sonne untergeht querlüften, indem in jedem Raum die Fenster geöffnet werden. Dann so lang wie möglich offen lassen, damit die Bauteile und Wohnungsgegenstände runterkühlen können und die verbrauchte Luft gewechselt wird.

Natürlich müssen wir Haustierbesitzer dafür die Fenster ausreichend absichern, zum Beispiel durch feste Netze oder Stoßlüften, wenn man das Tier so lange in einen anderen Raum bringen kann.


3. Licht aussperren


Zur hellen Jahreszeit genießt man besonders die lichtdurchfluteten Räume, doch fühlt es sich schnell an, als hätte man die Heizung voll aufgedreht.

Da bleibt nur Verdunkeln und wer die Möglichkeit hat Rollläden außerhalb der Fenster dafür zu nutzen, kann das jetzt optimal einsetzen, denn diese halten die Hitze am besten draußen. Doch auch ohne gibt es gute Lösungen, die Abhilfe schaffen können:

Sonnenschutzfolie/Spiegelfolie kann man an der Außenseite der Fenster anbringen, welche die Sonnenstrahlen dann schon ein gutes Stück abfangen.

Rollos, Jalousien oder Plissees gibt es handelsüblich auch mit einer reflektierenden Außenseite zu kaufen. Das hält die Hitze nicht gänzlich ab, aber schafft schon Linderung.

Von Vorhängen würde ich abraten. Wie schon im Punkt 1 erwähnt, haben Textilien eine dämmende Wirkung und auch, wenn dicke Vorhänge den Raum gut verdunkeln können, macht sich stickige Luft in kleinen Räumen schnell bemerkbar.



4. Energie sparen


Nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Zimmertemperatur! Im Sommer kann es den entscheidenden Unterschied machen, wenn man die Wärmequellen ausschaltet. Auch wenn die meisten Elektrogeräte mittlerweile nur noch wenig Wärme abgeben, so sind es vor allem Computer, Handys und Lampen, bei denen man es noch deutlich bei der Benutzung merkt. Wenn Du die Möglichkeit hast, dann solltest Du auch die Heizungen auf Sommerbetrieb umstellen, denn auch wenn das Thermostat auf null steht, bleiben die Rohre warm.

Zusatztipp - Vorkochen: Wenn mittags etwas Warmes auf den Tisch soll oder für die Kaffeezeit ein Kuchen geplant ist, dann bereite das am besten zu einer kühleren Tageszeit vor.

Die folgenden Tricks eignen sich nur bei trockener Hitze, da sonst die Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu sehr erhöht werden kann, was zu einer stickigen, dicken Luft führt oder sogar zur Schimmelbildung beitragen kann.


5. Feuchte Handtücher


Feuchte Handtücher vor den Fenstern kühlt die Luft durch Verdunstung. Ist das Handtuch fast trocken, kann man es einfach auf den Boden legen, eventuell nehmen Deine Samtpfoten es als erfrischenden Liegeplatz an. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass das Bäuchlein nicht zu nass wird. Heizt es sich zu sehr auf, reicht es, wenn man es kurz in den Kühlschrank legt und wieder verwendet.

6. Pflanzen


Pflanzen wie Zyperngras oder Grünlilie sind für Katzen nicht giftig und sorgen für ein gutes Klima (sie reinigen sogar die Luft!) und geben ein wenig kühlende Feuchtigkeit ab.


 

Die Katzen an heißen Tagen unterstützen


1. Häufiges Bürsten


Der natürliche Fellverlust stellt sicher, dass Katzen für die Sommermonate quasi die dicke Jacke ausziehen und zum T-Shirt wechseln.

Wir können unsere Samtpfoten dabei unterstützen und mit dem regelmäßigen Bürsten den Prozess beschleunigen. Mit jedem ausgebürsteten Fellbüschel landen zudem weniger Haare im Magen oder auf unserer Couch. Bei Langhaarkatzen empfiehlt es sich sogar täglich zu bürsten, da im Sommer auch die Gefahr von schmerzhaften Verfilzungen steigt.



2. Zum Trinken anregen


Wir wissen, wie wichtig Trinken für uns ist, doch auch für Katzen steigt der Flüssigkeitsbedarf bei Hitze enorm.

Die Wohnung kann an besonders heißen Tagen mit zusätzlichen Wassernäpfen ausgestattet werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Wohnungskatzen dadurch mehr trinken, ist sehr hoch. Sie werden quasi permanent an das Trinken erinnert.


Auch ein Katzenbrunnen kann eine sinnvolle Anschaffung sein, wenn dein Liebling animiert werden soll. Das liegt daran, dass Katzen instinktiv in der Wildnis fließende Gewässer bevorzugen und stehende meiden, da sich hier Bakterien und Verunreinigungen sammeln.


Wenn das nicht hilft, dann ruhig etwas Wasser dem Futter hinzugeben, damit dadurch extra Flüssigkeit eingenommen wird.




3. Fütterung anpassen


Bei hohen Temperaturen lässt der Bewegungsdrang nach, was dafür sorgt, dass Deine Katze eventuell weniger frisst als sonst.

Futteraufnahme ist auch für den Körper Arbeit, was Energie verbraucht und gleichzeitig Wärme erzeugend ist (Thermogenese). Damit Deine Katze also nicht so viel verdauen muss, bietet es sich an, die Portionen kleiner zu machen und dafür öfter zu füttern. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass das Futter nicht zu lange draußen steht und austrocknet/Fliegen anlockt, sondern frisch bleibt. Nassfutter und/oder Barf sorgt für zusätzliche Feuchtigkeitsaufnahme und ist daher sehr zu empfehlen.


Wir füttern beispielsweise das ganze Jahr über im 5-Stunden-Rhythmus Nassfutter und Barf, was sich als gut bekömmlich erwiesen hat und auch psychologisch sinnvoll ist. (Mehr dazu bald in einem weiteren Blogartikel über Katzenernährung. Folge mir auf den sozialen Kanälen, um sofort zu erfahren, wenn es was Neues gibt)

4. Sonnenbrand bei Katzen?


Auch Katzen können einen Sonnenbrand bekommen. Besonders helle Katzen und Kurzhaarige sind hierfür anfällig.

Wenn Deine Katze gerne lange Sonnenbäder nimmt, dann wird das Eincremen zum Schutz der empfindlichen Stellen, wie zum Beispiel Kopf und Ohren, empfohlen. Hierzu kannst Du einfach parfümfreie Baby-Sonnencreme benutzen. Dies verhindert einen Sonnenbrand und verringert das Risiko auf eventuell daraus resultierenden Hautkrebs.



5. Mit feuchter Zahnbürste streicheln


Katzen kühlen sich unter anderem durch das Putzen ab. Hierbei wird die kühlende Wirkung beim Verdunsten des Speichels genutzt.

Mit einem kleinen, einfachen Trick können wir unseren Liebling dabei unterstützen. Feuchte hierfür eine saubere Zahnbürste an und „simuliere“ damit den Putzvorgang. Das hat außerdem einen niedlichen Nebeneffekt: Katzen betreiben ebenfalls soziale Körperpflege, das bedeutet sie stärken die Bindung und festigen ihren sozialen Rang durch das gegenseitige abschlecken.


Vom Baden der Katze für eine schnelle Erfrischung wird jedoch dringend abgeraten. Sie können zum Beispiel zu verstärkter Hautaustrocknung führen und Allergien auslösen.

Hast Du jedoch eine Wasserratte (wie unsere Maine Coons), die gern plantschen, muss die Katze umgehend abgetrocknet werden, damit sie sich nicht erkältet. Wasser gelangt bei Katzen schnell bis zur Haut, das Fell saugt sich regelrecht voll und es gibt auch die Gefahr durch Pilzbildung, wenn sich Feuchtigkeit etwa unter den Achseln oder in den Ohren lange hält.


6. Kühlmatten anbieten


Regelrecht im Trend ist die Nutzung von Kühlmatten für Tiere. Diese gibt es mittlerweile in jedem Zoofachhandel und im Internet bequem zu kaufen. Sie sind gefüllt mit einem Gel, welches nicht giftig ist für Tiere und auf Körperwärme und Druck reagiert. Das Gute ist, dass sie dafür nicht in den Kühlschrank müssen und leicht zu reinigen sind.


Bisher habe ich sie jedoch nicht selbst ausprobiert, daher werde ich sie noch nicht im Shopping.-Guide verlinken.

Testberichte jedoch besagen, dass manche Katzen gern ab und an darauf liegen und zum Kauf geraten wird. Einige nutzen sie jedoch gar nicht, was auch an dem befremdlichen Geruch liegen kann oder der Textur. Besorgniserregend waren die Berichte über Schimmelbildung nach einer längeren Lagerung und ausgelaufenem Gel durch leichte Beschädigungen.

ABER: solltest Du eine Wohnung mit festen Teppichen haben und wenig kühlenden Oberflächen, wie Fliesen oder Laminat, dann könnte sich so eine Anschaffung durchaus lohnen.



 

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